Wie gefährlich sind Stickoxide?

Stickoxide gehören zu den Luftschadstoffen, die von Dieselmotoren mit unzureichender Abgasreinigung mitverursacht werden. Fakt ist auch: In ihrem Abgasverhalten manipulierte Dieselfahrzeuge stoßen selbst nach erfolgtem Software-Update bis zu vier Mal mehr giftige Stickoxide (NOx) aus als gesetzlich erlaubt. Auf diese Weise wird der Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel deutlich überschritten. Weder ein Software-Update noch Fahrverbote scheinen geeignet, die Luftverschmutzung ursächlich anzugehen. Kinder, Ältere und Menschen mit bestehenden Vorerkrankungen trifft die Belastung durch verunreinigte Atemluft besonders hart. Eine nachhaltige Verbesserung kann durch technische Hardware-Nachrüstungen erreicht werden.

• Reizhusten, Kopfschmerzen und Schwindel sind häufig die ersten spürbaren Symptome erhöhter Emissionswerte durch Stickoxide.

• Die Luftverschmutzung durch dreckige Diesel in deutschen Ballungszentren trifft insbesondere Kinder und Ältere – chronisch Kranke leiden doppelt.

• Die Langzeitfolgen hoher Immissionswerte sind laut Weltgesundheitsorganisation noch nicht absehbar – eine Empfehlung der WHO zur Absenkung des derzeitigen Grenzwertes scheint wahrscheinlich.

Erkältungssymptome als erste Anzeichen von Luftverschmutzung

Von Halskratzen bis Lungenentzündung – Stickoxide schleichen sich als unsichtbare Eindringlinge in die Atemwege und verursachen dort gesundheitliche Beschwerden, die einem grippalen Infekt im Anfangsstadium ähneln. Bleibt die Belastung über einen längeren Zeitraum bestehen, können Erkrankungen der Atemwege die Folge sein. Chronischer Husten, Atemnot und Lungeninfektionen lassen sich zunehmend häufiger auf schlechte Luftbedingungen zurückführen.

Feststeht auch: eine Überschreitung der NOx-Grenzwerte muss nicht zwangsläufig zur Ausprägung einer Erkrankung führen, kann diese jedoch begünstigen. So werden Luftschadstoffe, allen voran Stickstoffdioxid (NO2) tief in den Atemwegen aufgenommen und durch biochemische Prozesse komplex verstoffwechselt. Auf diese Weise kann insbesondere bei gesundheitlich vorgeschädigten Patienten eine Kettenreaktion in Gang gesetzt werden. Menschen, die sich regelmäßig schlechten Luftverhältnissen aussetzen und keinen Ausgleich finden, steigern ihr Risiko zur Entwicklung einer entsprechenden Krankheitssymptomatik.

Quelle: Bundesumweltamt

Risiko für Herzerkrankungen steigt durch Stickoxide

Mediziner weisen zudem auf Zusammenhänge zwischen erhöhten Stickoxidwerten und dem Anstieg von Herz-Kreislauf-Erkrankungen hin, wobei auch hier das Zusammenspiel verschiedener begünstigender Faktoren zu berücksichtigen ist. Stickoxide allein für einen Herzinfarkt verantwortlich zu machen, erscheint selbst führenden Kardiologen recht weit hergeholt. Hier lässt sich eine Parallele zum Thema Rauchen aufzeigen: eine einzelne Zigarette wird nur schwerlich dafür haftbar zu machen sein, einen Schlaganfall hervorzurufen. Regelmäßiges Rauchen, wenig körperliche Bewegung und emotionaler Stress hingegen stellen einen potentiell heiklen Cocktail dar. Wer dann noch in Innenstadtlage lebt und saubere Luft nur aus dem Urlaub kennt, setzt sich definitiv einem gesundheitlichen Risiko aus.

Gleiche Ausgangslage gilt übrigens für Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes sowie Funktionsstörungen der Schilddrüse. Anhaltende Luftverschmutzung durch Stickoxide fungiert auch hier als Risikofaktor.

Kinder, Ältere und Kranke sind besonders gefährdet

Stickoxide gelten als giftige und stark gesundheitsschädliche Reizgase, die den menschlichen Organismus stärker belasten als bislang angenommen. Babys und Kleinkinder sind besonders betroffen, da ihre Atemorgane und das Immunsystem sich noch im Wachstum befinden. Auch Kinder bis 14 Jahre und ältere Menschen gelten als Risikogruppen, die es laut WHO in erhöhtem Maße zu schützen gilt. Gleiches gilt für Menschen mit bestehenden Erkrankungen der Atemwege – chronisch Kranke leiden doppelt unter erhöhten Emissionen, da ihr Organismus bereits vorbelastet ist.

Je kleiner die Partikel, desto größer der Schaden im Körper

Stickstoffdioxid ist der bekannteste Vertreter aus der Gruppe der Stickoxide (NOx), die es aufgrund ihrer gesundheitsschädlichen Wirkung bereits zu fragwürdiger medialer Prominenz geschafft haben. Die Luftschadstoffe gehören zu den Reizgasen, die tief in die Lunge eindringen und auf dem Weg dorthin zu vielfältigen Schädigungen der Schleimhäute führen.

Es gilt die Grundregel: je kleiner die Partikel, desto tiefer gelangen sie in den Körper. So schaffen es Partikel mit einer Größe von 10 Tausendstel Millimeter (mm) bis in die Nasennebenhöhlen und die Luftröhre. Partikel um die 2,5 Tausendstel mm dringen vor bis in die Bronchien und Bronchiolen. Ultrafeine Partikel, wie sie bei Feinstaub und Stickoxiden vorkommen, können Schäden im Bereich der Lungenbläschen und dem gesamten Blutkreislauf anrichten. Zum Vergleich: ein menschliches Haar misst etwa 0,5mm.

Fahrverbote nutzlos gegen hohe Emissionswerte

Insbesondere für Kinder und Menschen mit einer asthmatischen Vorerkrankung führt die aktuelle Luftsituation zu einer erheblichen gesundheitlichen Mehrbelastung. Die Fahrverbote, die zunehmend mehr deutsche Städte betreffen, schaffen hierbei kaum Abhilfe. Durch die Umfahrung gesperrter Abschnitte entstehen sogar weitere Umwege, wobei in Summe weitere Abgase in die Luft entlassen werden. Kurzum: diese Verkehrsverlagerung kommt eher einer Problemverlagerung als einer Lösung gleich.

Das Aktionsbündnis Diesel-Nachrüstung tritt für saubere Luft ein und empfiehlt eine technische Lösung, um die erhöhten Emissionswerte ursächlich anzugehen. Auch das Umweltbundesamt bestätigt die NOx-senkende Wirkung und befürwortet gezielte technische Maßnahmen.

Hardware Nachrüstung verbessert Luftqualität

Um das Risiko gesundheitlicher Schäden durch Luftschadstoffe zu reduzieren, empfiehlt die WHO dringend das Einhalten der EU-Grenzwerte. Experten zufolge könnte die Organisation sogar eine Absenkung des Grenzwerts auf 30 Mikrogramm Stickoxid pro Kubikmeter Luft fordern.

Vor dem Hintergrund, dass die Werte in vielen deutschen Ballungszentren jenseits gesetzlicher Bestimmungen rangieren, ist ein zeitnahes Einlenken unumgänglich. Dieser Appell richtet sich insbesondere an die Autoindustrie, die durch Manipulation der Abgasreinigung maßgeblich zu den überhöhten Emissionswerten beigetragen hat. Eine ursächliche Lösung der erhöhten NO-Emissionswerte liegt in der technischen Nachrüstung betroffener Fahrzeuge.

Das technische Problem ist gelöst.
Jetzt lösen wir das wirtschaftliche.

Wir helfen Ihnen dabei die Nachrüstung Ihres Diesels auf Rechnung des Herstellers durchzuführen. Fordern Sie jetzt Ihre kostenlose Einschätzung an:

Jetzt Einschätzung anfordern