Diesel nachrüsten und Fahrverbote verhindern

Mehr als 1,6 Millionen Euro an Bußgeldern für Verstöße gegen das Diesel-Fahrverbot wurden seit Inkrafttreten der Verbotszonen in deutschen Großstädten bereits verhängt. Nach Berlin, Darmstadt, Hamburg und Stuttgart werden 2020 weitere Städte folgen. Der einzige Weg, ein betroffenes Diesel-Fahrzeug auch weiterhin nutzen zu können und Wertverlust zu vermeiden, liegt in der technischen Nachrüstung der Hardware.

• Urteil der Bundesverwaltungsrichter vom 27.02.2018 bestätigt Fahrverbote als Mittel gegen erhöhte Schadstoffwerte – Ausweitung der Fahrtverbotszonen geplant

• Software-Update ohne Wirkung: nur die technische Nachrüstung garantiert weiterhin freie Fahrt in deutschen Städten

• Hardware-Nachrüstung setzt an der Behebung der Ursache an, nicht der „Verschlimmbesserung“ des Symptoms durch ein Software-Update

Noch weigern sich die Hersteller, die Kosten von 3.000 bis 4.800 Euro zu übernehmen – doch die Chancen auf eine Erstattung stehen besser denn je. Das Aktionsbündnis Diesel-Nachrüstung hilft betroffenen Verbrauchern, den Umbau vollumfänglich auf Rechnung der Autobauer durchführen zu lassen.

Jetzt zum kostenfreien Online-Check

Keine bessere Luftqualität nach Software-Update

Stellen Sie sich vor, Sie entdecken einen Schimmelfleck in den heimischen vier Wänden. Pinsel und Farbe wären sicher eine Möglichkeit, der Wand recht unkompliziert einen frischen Anstrich zu verleihen. Nur ein paar Handgriffe und die Stelle erstrahlt wieder in neuem Glanz. Smarte Abkürzung oder folgenreiche Verschleppung? Wohl eher letzteres, denn rein symptomatische Behandlungen gehen im Regelfall an der Ursache eines Problems vorbei. Dieses Bild lässt sich analog auf das Geschehen im Dieselskandal anwenden.

Fakt ist: Das Aufspielen des empfohlenen Software-Updates, das die illegale Abschaltfunktion aus der Systemsoftware eliminieren sollte, diente bestenfalls dem Zweck eines kosmetischen Pseudo-Tunings. Zahlreichen Beobachtungen und Studien zufolge, kam nach dem Update keinerlei Verminderung der Abgasemissionen zustande. Dies geht aus einem ADAC-Bericht hervor, der sich auf die EA189-Motorenserie konzentriert. Vielmehr zeigten sich diffuse Auffälligkeiten bezüglich Laufverhalten, Drehmoment und Verbrauch. In Tests wurden sogar höhere (!) Emissionswerte als vor dem Update nachgewiesen, was dem Ausmaß dieses Etikettenschwindels nochmals eine neue Dimension verleiht.

Diesel-Fahrverbote kosten Zeit und Nerven

Eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab: bis Januar 2020 wurden schon mehr als 16.000 Verstöße gegen die Diesel-Fahrverbote ausgesprochen – 13.000 allein an Auto- und Lastkraftwagenfahrer in Darmstadt, wo seit Juni 2019 Bußgelder und Verwaltungsgebühren in Höhe von 108,50 Euro pro Vorgang zu Buche schlagen.

Gleiches gilt für Stuttgart, wo Diesel-Fahrzeuge mit Euro-5-Abgasnorm (und schlechter) zu Jahresbeginn 2020 mit Fahrverboten belegt worden sind. Der Unmut bei den Schwaben dürfte sich ab dem 1. März sogar noch weiter verstärken, wenn erstmals striktere Kontrollen greifen. Ordnungsamt und Polizei arbeiten hierbei Hand in Hand. Auch teilstationäre Blitzer in neu eingerichteten Tempo-30-Zonen werden im Einsatz sein, um die Einhaltung des Luftreinhalteplans zu gewährleisten.

Nachdem sich die Einführung über Monate hinweg immer wieder verschoben hatte, sind fortan auch in Berlin rege Kontrollen zu erwarten. Verglichen mit ihren Kollegen in Baden-Württemberg, kommen die Hauptstädter mit Strafen von 20 Euro (Pkw), 25 Euro (Pkw mit Anhänger sowie Busse) und 75 Euro (Lkw) zwar einigermaßen glimpflich davon. Was betroffenen Kunden dennoch bleiben dürfte, ist eine große Portion Entrüstung: Wer wird schon gern für ein Vergehen zur Kasse gebeten, an dem man keinerlei Mitschuld trägt?

Reichlich paradox dürfte auch der Fakt anmuten, dass viele Dieselfahrer die für sie gesperrten Bereiche zwar bereitwillig umfahren, dabei allerdings Umwege in Kauf nehmen und somit an anderer Stelle Stickoxide ausstoßen. Wieder einmal zeigt sich, dass eine Verlagerung des Problems nicht an der Ursache ansetzt, womit wir wieder bei der Analogie mit dem Schimmel wären.

 

Stadt Welche Fahrzeuge sind betroffen? Ab wann gilt das Verbot? Welche Strafen sind zu erwarten?
Berlin Diesel mit Abgasnorm Euro 1-5 01.12.2019 20 € für Pkw
25 € für Pkw mit Anhänger oder Busse
75 € für Lkw
Darmstadt Diesel mit Abgasnorm Euro 1-5 01.06.2019 108,50 €
Hamburg Diesel mit Abgasnorm Euro 1-5 01.06.2018 20 € für Pkw
25 € für Pkw mit Anhänger oder Busse
75 € für Lkw
Mainz Diesel mit Abgasnorm Euro 1-5 01.07.2020 noch nicht bekannt
Stuttgart Diesel mit Abgasnorm Euro 1-5 seit 01.01.2019 für Auswärtige und ab 01.04.2019 auch für Einwohner 108,50 €
Weitere Verbote sind geplant in Bonn, Essen, Frankfurt, Gelsenkirchen, Köln und weiteren Städten.

Ausweitung des Diesel-Fahrverbots geplant

2020 und 2021 sind Fahrverbotszonen in weiteren deutschen Großstädten geplant, darunter in Bonn, Frankfurt, Essen und Gelsenkirchen. Bereits beschlossen ist dagegen das Fahrverbot in Mainz, welches ab dem 1. Juli 2020 alle Diesel unter Euronorm 6 von Teilstrecken verbannen möchte. Der ADAC rät zu Diesel-Pkw mit dem neuen Abgasstandard Euro 6d bzw. einer technischen Nachrüstung.

Vom Fahrverbot befreit bleiben die Städte Bielefeld und Paderborn: sie haben sich auf Vergleiche einigen und Verbote (vorerst) verhindern können. Die am OVG anhängigen Verfahren zu den Luftreinhalteplänen der Städte Düsseldorf, Aachen und Köln befinden sich hingegen noch in der Klärung. Der Luftreinhalteplan für Wuppertal wird Mitte März nachverhandelt.

Luftverschmutzung durch Diesel-Pkw übersteigt EU-Grenzwerte

Bei 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid (NO2) pro Kubikmeter Luft liegt der Jahresmittelwert, der laut EU-Verordnung einzuhalten ist. Dennoch gab es im Jahr 2017 allein in Deutschland 65 Städte, die diesen Grenzwert überschritten haben. In 15 Städten lag die Belastung durch Stickoxide sogar bei mehr als 50 Mikrogramm pro Kubikmeter, so eine Veröffentlichung des Bundesumweltministeriums.

Diesel-Pkw gelten als Hauptursache für die hohe Stickstoffoxidbelastung, die mit Folgen hinsichtlich Umwelt und Gesundheit einhergeht. Insbesondere für Kinder und Menschen mit Atemwegserkrankungen stellt die anhaltende Verschmutzung durch giftige Stickoxide ein erhebliches Risiko dar. Um gesundheitliche Folgen zu vermeiden und dem menschlichen Bedürfnis nach uneingeschränkter Mobilität gleichermaßen Rechnung zu tragen, bedarf es dringend einer technischen Nachrüstung.

Hardware-Nachrüstungssysteme als einzig nachhaltige Lösung

Im Juli 2019 erteilte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) zur Dieselnachrüstung. Somit wurde erstmals eine rechtliche Grundlage geschaffen, das Problem überhöhter NOx-Werte ursächlich anzugehen und Wertverluste am Fahrzeug aufzuhalten.

Zertifizierte Lösungen zur Abgasnachbehandlung bieten die Firmen Dr Pley SCR Technology GmbH (BMW, Mercedes, Volvo) sowie die Twintec Baumot AG für VW und die zugehörigen Marken Audi, Skoda und Seat. Innerhalb weniger Arbeitsstunden erfolgt das, worauf Verbraucher viele Jahre warten mussten: eine schnelle, einfache und nachhaltige Behebung des Sachmangels.

Das Aktionsbündnis Dieselnachrüstung unterstützt Sie bei der Durchsetzung Ihres Rechts auf eine Hardware-Nachrüstung auf Kosten des Herstellers. Fordern Sie noch heute eine kostenfreie Einschätzung an, um weiterhin freie Fahrt mit Ihrem Diesel-Fahrzeug entgegenzuwirken.

Das technische Problem ist gelöst.
Jetzt lösen wir das wirtschaftliche.

Wir helfen Ihnen dabei die Nachrüstung Ihres Diesels auf Rechnung des Herstellers durchzuführen. Fordern Sie jetzt Ihre kostenlose Einschätzung an:

Jetzt Einschätzung anfordern